Ich packe meinen PR-Rucksack…

DAPR-Absolventin Julia Senft berichtet über die DAPR-Grundausbildung

Begleitend zu meinem Volontariat in der Unternehmenskommunikation hatte ich mich für die Grundausbildung der DAPR entschieden, um ein fundiertes Grundgerüst an Wissen neben meiner täglichen Arbeit im Büro aufzubauen.

Wie die meisten Teilnehmer aus meiner Seminargruppe wählte ich dabei die klassische Variante und belegte die vier Module zu Grundlagenwissen, Medienarbeit, Social Media und Konzeptionswerkstatt in der von der DAPR vorgeschlagenen Reihenfolge, um die moderne Unternehmenskommunikation und Public Relations genauer kennenzulernen.

Im Herbst 2015 ging es dann endlich los. Für mich und 15 weitere motivierte Volontäre, Quereinsteiger und angehende PR-Referenten startete die Grundausbildung in Frankfurt am Main. Gemeinsam verbrachten wir vier intensive Wochenendseminare im zweiwöchentlichen Rhythmus, um unseren persönlichen PR-Rucksack mit Wissen zu packen.

Modul1: Einführung und Grundlagen der PR

Zunächst stand ein kleiner Ausflug in die Geschichte der PR auf dem Plan, und Dozent Oliver Jorzik erzählte uns von Jumbo dem Elefanten, der Ende des 19. Jahrhunderts zu einem der ersten Marketing-Mitteln avancierte. Außerdem zeigte er uns Werbeplakate für Küchengeräte aus den 1950er Jahren. Das waren aber nur Beispiele. Vor allem lernten wir die wichtigsten Begriffe und Aufgabenfelder moderner Kommunikation kennen. Auch das deutsche Medienrecht und berufsethische Kodizes standen auf dem Plan. Zu ihnen verpflichten sich PR-Leute und Journalisten, sie regeln einen fairen Umgang miteinander und die Verbreitung von Informationen.

Modul 2: Medienarbeit mit Schwerpunkt Pressearbeit

Das Klappern der Tasten unserer Laptops bestimmte das Seminar zur „Medienarbeit mit Schwerpunkt Pressearbeit“. Schreibübungen zu Pressemitteilungen forderten in 20-Minuten-Einheiten unsere volle Konzentration: Die Ankündigung des Marktstarts einer neuen Schokolinsensorte ließ sich dabei um einiges leichter schreiben, als die Meldung über den Abbau von 400 Stellen eines Versicherungsunternehmens. Und für eine Mitarbeiterzeitschrift verfassten wir ein fiktives Interview mit dem Geschäftsführer. Seminar-Leiter Philipp Ley diskutierte und schliff mit uns die Texte so lange, bis wir unrunde Passagen durch gute Formulierungen ersetzen konnten.

Modul 3: Grundlagen und Instrumente Online Relations / Web 2.0 / Social Media

Dominik Ruisinger surfte und klickte sich mit uns im dritten Modul durch das Web 2.0. Er zeigte uns unter anderem, wie Facebook, Twitter und Co. ticken und brachte uns nützliche Tricks bei, wie wir die sozialen Medien als Kommunikatoren nutzen können. Wie geschickt Unternehmen diese in ihre Kommunikationsstrategie einbinden, erklärte er uns an aktuellen Fallbeispielen. Wir diskutierten über die Online-Entwicklungen und -Trends und überlegten, wie sich das Berufsbild des PR-/Kommunikationsberaters in nächster Zeit wohl verändert.

Modul 4: Strategische Konzeption

Im vierten und letzten Modul entwickelten wir in Kleingruppen kreative Kommunikationsstrategien beispielsweise für massivgebaute Fertighäuser, übten Krisenkommunikation für den Bau einer Fracking-Anlage und planten die Produkteinführung eines Streichroboters. Unter der Leitung von Renée Hansen erarbeiteten wir in drei Tagen vollumfassende Kommunikationskonzepte, die wir den übrigen Seminarteilnehmern präsentierten und uns ihren kritischen Fragen stellten.

Zwischen den Lernfeldern blieb bei gemeinsamen Pausen und am Abend genügend Zeit, die Diskussionen fortzuführen und sich mit den Kollegen auszutauschen.

Wenn ich so zurückblicke, dann sehe ich, dass ich meinen Rucksack in jedem Seminar mit immer mehr Handwerkzeug und PR-Wissen füllen konnte. Nach jedem Modul kehrte ich motiviert und mit neuen Erkenntnissen ins Büro zurück, wo ich die Tipps und Tricks gleich anwenden konnte.

…ich packe meinen Rucksack wieder aus

Im Anschluss an die Grundausbildung besteht ja die Möglichkeit, die Prüfung zur „Kommunikationsberaterin/-referentin“ abzulegen.

Eine kurze Bedenkzeit später – schließlich setzt eine Prüfung immer eine Lernphase voraus – meldete ich mich schließlich an.

Nach Feierabend und an den Wochenenden packte ich also auch zuhause meinen PR-Rucksack wieder aus und wiederholte den Stoff der Grundausbildung. Während die anderen Prüflinge gemeinsam in Frankfurt lernten, gründeten eine Volontärin und Mitstreiterin und ich eine badische Lerngruppe. Bei Cappuccino und Keksen in Karlsruhe – und später per Telko – übten wir SWOT-Analysen und entwarfen Kommunikationskonzepte.

Mit wackeligen Knien stieg ich am Prüfungstag in Frankfurt aus dem Zug. Um auf jeden Fall pünktlich zu sein, nahm ich zwei ICEs früher, und meine Aufregung nahm mit jeder Minute zu. Da mich das Frankfurter Bahnhofsviertel nicht für eine Kaffeepause begeistern konnte, ging ich direkt zum Prüfungsort.

Judith Jentgens, Programm-Managerin bei der DAPR, empfing mich sehr herzlich, und nach einem unterhaltsamen Gespräch war meine Nervosität wie weggeblasen.

Meine Lernpartnerin aus Karlsruhe traf ich auch wieder. Sie hatte den einen Teil der Prüfung schon geschafft, ihre fehlte nur noch die mündliche Prüfung mit Fachgespräch. Als sie ihr Prüfungszeugnis glücklich in den Händen hielt, begann für mich die heiße Phase. Alles Gelernte sprudelte aus mir heraus. Ich war zufrieden mit mir und meinem Konzept und hoffte, die Prüfer ebenfalls überzeugen zu können … und, ja, es war so!

Die Grundausbildung mit der Prüfung zur Kommunikationsberaterin/ -referentin war für mich die richtige Entscheidung. Ausgerüstet mit dem Grundwerkzeug in meinem PR-Rucksack werde ich in einem halben Jahr mein Volontariat beenden – und bis dahin packe ich weiter täglich neues Wissen und Erfahrungen oben drauf.

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UPDATE

Die DAPR-Grundausbildung findet im Frühjahr 2017 an den Standorten Düsseldorf, Frankfurt/Main und – neu! – in München statt. Alle Infos und die genauen Termine der Module finden Sie unter www.dapr.de/grundausbildung.

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