dual hält besser

dapr dual: Beruf + Masterstudium

Nach dem Bachelor in den Job einsteigen oder weiter studieren? Bei einem berufsbegleitenden Master kombiniert der Kommunikationsnachwuchs beides. Trotz zeitweiser Doppelbelastung überwiegen dabei die klaren Karrierevorteile.

Der Fachbeitrag von Nils Hille, Geschäftsführer der Deutschen Akademie für Public Relations, ist zuerst im PR-Journal erschienen.

Keine Freizeit, keine Entfaltungsmöglichkeiten im Job und keine guten Arbeitgeber, die so ein Modell unterstützen – die Liste der Vorbehalte gegenüber einem dualen Studium ist lang. Dabei sind die meisten von ihnen nur Gerüchte oder längst Geschichte. Immer mehr Arbeitgeber schätzen heute duale Modelle und die damit verbundenen motivierten Mitarbeiter.

Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Studium ist die Arbeitsbelastung auf dem dualen Weg erhöht: Nach dem Feierabend im Job und am Wochenende müssen die Studenten Texte lesen, Recherchieren, Aufgaben bearbeiten und Modularbeiten sowie die Masterarbeit schreiben. Eine Verdoppelung des sonstigen Pensums erwartet sie aber in der Regel nur phasenweise. Entscheidend sind hier vor allem eine gute Koordination und Konzentration, erklärt Charlotte Erdsiek, Volontärin bei ABB Deutschland, die gleichzeitig „Strategische Kommunikation und PR“ studiert: „Natürlich ist es eine zeitliche Belastung, und ich muss mich gut organisieren, aber das war eine ganz bewusste Entscheidung von mir. Die Kombination aus Berufserfahrung und Studium ist für mich optimal und eröffnet mir zukünftig tolle Möglichkeiten. Schon während des Bachelor-Studiums habe ich parallel praktische Erfahrungen gesammelt, und das hat mich immer sehr motiviert. Jetzt kann ich beides aufeinander abgestimmt absolvieren.“ 2017 hat Charlotte Erdsiek ihren berufsbegleitenden Masterlehrgang begonnen, den die Deutsche Akademie für Public Relations (DAPR) GmbH in Kooperation mit der Donau-Universität Krems anbietet. Die Kombination aus und der Transfer zwischen Theorie und Praxis ist es, was das duale Studium für viele Youngsters interessant macht. Um Gelerntes unmittelbar anwenden und um Arbeitserfahrungen im Studium reflektieren zu können, nehmen sie den Mehraufwand gerne in Kauf.

Auch die Arbeitgeber sehen darin einen Mehrwert für ihr Unternehmen. „Wer sich für ein duales Studium entscheidet, ist bereit, auch mal die berühmte Extrameile zu gehen“,  sagt Uta Schwaner, Managing-Direktorin der Agentur Golin Deutschland. Auch Andreas Krosta, Leiter Group Communications bei der Talanx AG, findet die Kombination aus der praktischen und akademischen Ausbildung für sein Unternehmen spannend: „Wir erhoffen uns einerseits neueste Impulse aus der Wissenschaft für unsere Kommunikationsarbeit, andererseits erfährt die Universität aus der praktischen Erfahrung der Studenten und Studentinnen, welche konkreten Anforderungen Unternehmen haben.“

Vertrauen fördert Verantwortung

Die Konzentration der Studenten auf den einen, sprich ihren konkreten Arbeitgeber sorgt aber auch für Kritik. So würden die dual-Studierenden zu früh auf einen Tätigkeitsschwerpunkt festgelegt. Andersherum betrachtet, macht ein duales Angebot im Gegensatz zum klassischen Studium weitere Praktika, freie Mitarbeiten und Studentenjobs einfach überflüssig: dual-Studierende sammeln automatisch Berufserfahrung und verdienen dabei schon Geld. Sie arbeiten zwar bei ein und demselben Arbeitgeber, aber deswegen noch lange nicht automatisch in ein und demselben Aufgabenfeld, sondern lernen idealerweise die Vielfalt der Kommunikation praktisch kennen. Auch die negativ konnotierte „Abhängigkeit“ von einem Arbeitgeber kann der Nachwuchs durchaus positiv interpretieren: Wer berufsbegleitend studiert, lernt eine Agentur oder die Kommunikationsabteilung eines Unternehmens sehr gut kennen, arbeitet sich schon tiefer in Prozesse und Projekte ein und übernimmt somit frühzeitiger Verantwortung. Solche Erfahrungswerte könnten sie in ein paar Stunden pro Woche oder ein paar Wochen am Stück eher selten gewinnen.

Bei Arbeitgebern bevorzugt

Wer berufsbegleitend studiert hat, hat zudem bei Arbeitgebern Vorteile. Dies hat nicht nur bereits vor einigen Jahren eine branchen- und größenunabhängige Umfrage bei 1.690 Unternehmen im Auftrag der TarGroup Media GmbH ergeben. Auch die dapr hat jüngst ihre Arbeitgeberpartner des eigenen Karriereprogramms dapr.dual befragt, die ebenso die Vorteile des dualen Studiums klar benennen. Dr. Ralf Witzler Mitglied der Geschäftsleitung bei NewMark Finanzkommunikation, erklärt: „Wir haben unser Volontariat zum dritten Mal mit einem Kandidaten bzw. einer Kandidatin besetzt, der oder die über das duale Programm der dapr zu uns gekommen ist. Alle drei sind hervorragend motiviert, haben sich schnell eingelebt, konnten sich gut in die Arbeitsabläufe einfügen und mit verschiedenen Kunden beschäftigen.“ Arbeitgeber schätzen die hohe Praxisorientierung und schreiben den dual-Absolventen Soft Skills wie Leistungsbereitschaft, unternehmerisches Denken sowie Disziplin und Flexibilität zu. Zudem sind dual-Studierende in der Regel durch den unmittelbaren Einsatz in der Praxis überdurchschnittlich motiviert. Das bestätigt auch Christian Koof, Geschäftsführer der SK medienconsult GmbH. 2018 waren die Berater erstmals als Arbeitgeberpartner beim Karriereprogramm der dapr dabei: „Wir haben durch dapr.dual einen jungen Kollegen gewonnen, der nicht nur neugierig und engagiert ist, sondern auch ein sehr klarer Denker und einfallsreicher Kommunikator.“

Übersicht

Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wir beraten Sie!
(0211) 17607060
kontakt@dapr.de

Via WhatsApp
0178/1 40 11 90