Storytelling – über das Geschichtenerzählen von heute

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Manfred Nelles ist Manager Media Relations und Pressesprecher der Volvo Group Trucks Central Europe GmbH und einer der Dozenten der Fachseminare DAPR pro. Mit Blick auf sein Seminar zum Trendthema Storytelling haben wir mit ihm über das Geschichtenerzählen von heute gesprochen.

DAPR: Herr Nelles, Sie behaupten, eine Geschichte bleibt besser im Kopf hängen als 100 Slogans. Wie kommen Sie darauf?

Manfred Nelles: Nehmen Sie zum Beispiel eine Zeitung. Erinnern Sie sich am Ende der Lektüre an die gelesene Reportage oder an die Werbung auf Seite fünf? Vermutlich eher an die Reportage. So sollte es auch mit der Markenkommunikation sein. Natürlich ist eine dem Kanal entsprechende Umsetzung gefragt, aber die Botschaft sollte überall die gleiche sein. Slogans haften durch Redundanz, Geschichten durch Inhalt.

DAPR: Geschichten zu erzählen ist ja eigentlich ein alter Hut. Wieso ist das neudeutsche “Storytelling” dann wieder so stark in den Mittelpunkt der Kommunikation gerückt?

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Storytelling gestern…

Manfred Nelles: Geschichtenerzählen war nie weg, es war nur eine ganze Zeit lang nicht sehr angesagt. Durch die Fragmentierung der Kommunikationskanäle und die Diversifikation von Stakeholdern hat Storytelling wieder an Relevanz und Beliebtheit gewonnen. Auch, weil es neue Möglichkeiten gibt: Man kann – und sollte – Geschichten heute multimedial erzählen, in den Dialog treten, Multiplikatoren einbeziehen.

DAPR: Wie bekommt man das hin?

Manfred Nelles: Das gute Erzählen von Geschichten setzt auf gehirngerecht aufgearbeitete Informationen. Sie müssen Ihre Stakeholder kennen und ihnen zuhören – dann wissen Sie, wie Sie es anstellen müssen und wo Sie sie erreichen. Damit das in der Flut von Information aber auch klappt, streuen Sie die Geschichte entsprechend angepasst über die passenden Kanäle. Voraussetzung dafür ist allerdings eine gute kreative Idee, aber die ist bekanntlich nicht immer leicht zu finden.

...und heute...

…und heute…

DAPR: Heißt “Crossmedial” auch immer, dass ich die Geschichte auf allen Kanälen von der Pressemitteilung bis zu Snapchat erzählen muss?

Manfred Nelles: Entscheidend ist nicht die allumfassende Präsenz, sondern dass man von den richtigen Menschen an den richtigen Stellen wahrgenommen wird. Wer hip sein möchte und junge Menschen erreichen will, sollte Snapchat ernsthaft in Erwägung ziehen – er sollte dort aber auch etwas zu sagen haben, was zum Unternehmen und zu dessen Zielen passt. Die kommunizierten Inhalte sollten integriert und konsistent sein. Das sorgt für Wiedererkennung. Durch sie stellt der Empfänger die direkte Verbindung zu dem Absender her.

Dieses Interview ist ursprünglich im November 2016 im ersten dapr magazin erschienen. Das Magazin, das auch das komplette DAPR-Jahresprogramm 2017 enthält, können Sie kostenfrei anfordern.

Fotocredit: Die Illustrationen zum Storytelling gestern und heute entstammen dem Explainervideo Storytelling aus dem Online-Masterstudiengang “Crossmediale Marketingkommunikation“.

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Manfred Nelles arbeitet nach vielen Jahren als Director Public Relations der Jochen Schweizer Gruppe seit März 2017 als Manager Media Relations und Leiter der Pressestelle für die Lkw-Marken Volvo Trucks und Renault Trucks. Bei uns ist er als Dozent bei DAPR pro für die Seminare Corporate Media und Cross Media Storytelling im Einsatz.

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